Pressemitteilung

Weltweite Studie über Rosacea: Laut der Laboratoires Pierre Fabre sind 5% der Bevölkerung von dieser Hautkrankheit betroffen.

29. März 2024

Hier erfahren Sie mehr über Rosacea, die laut der ersten weltweiten epidemiologischen Studie dieser Dermatose, die von den Laboratoires Pierre Fabre durchgeführt wurde, 5% der Weltbevölkerung betrifft.

Castres, Frankreich - 28. März 2024. Die Laboratoires Pierre Fabre haben im Februar 2024 die weltweit erste epidemiologische Studie über Rosacea in der renommierten Fachzeitschrift American Academy of Dermatology1 (JAAD) veröffentlicht. Diese Studie, die im Rahmen des ALL2 Projekts durchgeführt wurde, bietet einen einzigartigen Einblick in die weltweite Verbreitung von Rosacea unter Hervorhebung der erheblichen Unterschiede nach Alter, Geschlecht, geografischer Region und der Auswirkungen auf die Lebensqualität und die Stigmatisierung.

Rosacea, auch bekannt unter dem Namen Kupferrose, ist eine nicht ansteckende fortschreitende, zunächst harmlos erscheinende Hauterkrankung, die sich zunächst mit vorübergehenden und symmetrischen Rötungen (Flushs) bemerkbar macht und schließlich an Nase, Wangen und manchmal auch an Kinn und Stirn chronisch wird. Diese Symptome sind begleitet von Kribbeln, Unbehagen und Ziehen, was die betroffenen Personen teilweise stark beeinträchtigt. Es handelt sich um eine relativ häufige, chronische und sichtbare dermatologische Erkrankung. Sie kann erhebliche psycho-affektive Folgen mit starken Auswirkungen auf die Lebensqualität der Patienten haben. Im Zusammenhang mit Rosacea werden häufig Fälle „therapeutischen Umherirrens“ beobachtet.

Dr. Gautier Doat
Ärztliche Leitung der Laboratoires dermatologiques Avène

5% der Weltbevölkerung leidet an Rosacea


Die weltweite Prävalenz von Rosacea beträgt 5%. Die höchste Prävalenz wurde mit 3,7% in der Gruppe der Erwachsenen zwischen 25 und 39 Jahren festgestellt und erreicht mit 3,2% ebenfalls einen hohen Wert in der Gruppe der Jugendlichen/jungen Erwachsenen zwischen 16 und 24 Jahren.

Frauen sind in stärkerem Umfang betroffen als Männer

Frauen sind mit 5,9% stärker von Rosacea betroffen als Männer mit 4,4%.

Lateinamerika und die Länder Ostasiens sind die am schlimmsten betroffenen Gebiete.

Zwischen den geografischen Gebieten wurden erhebliche Unterschiede beobachtet. Die höchste Prävalenz von Rosacea wurden in Ostasien3 (4%) und in Lateinamerika (3,5%) beobachtet,
während die niedrigste Prävalenz in Afrika (1%) und in Nordamerika (2,8%) festgestellt wurde.
 

Erhebliche Auswirkung auf die Lebensqualität…

54% der Personen, die unter Rosacea leiden, machen Erfahrungen mit starker Müdigkeit und 50% haben Schlafprobleme. Aufgrund ihrer Dermatose neigen Personen mit Rosacea außerdem eher dazu, verstärkt auf ihre Ausgaben zu achten (47%), auf Aktivitäten zu verzichten, die ihnen am Herzen lagen (32%) oder ihre Pläne zu ändern (33%).

Mit Bezug auf Schlafprobleme wurde in einer auf dem EADV-Symposium im Oktober 2023 vorgelegten Mitteilung betont, dass Juckreiz zu den ersten Symptomen gehört, die von Personen mit Rosacea genannt werden (gefolgt von Brennen, Kribbeln und Hautschmerzen).

… und eine stärkere Stigmatisierung

33% der unter Rosacea leidenden Personen haben angegeben, dass sie sich ausgeschlossen oder von ihren Mitmenschen abgelehnt fühlen, den Eindruck haben, das Menschen vermeiden, sie zu berühren (27%) bzw. sich ihnen zu nähern (28%).

Eine Studie mit dem Titel „Patients' testimonies, feelings, complaints and emotional experiences with dermatoses on open social media : The French infodemiologic patient's free speech study“, die im Januar 2024 in der Fachzeitschrift JEADV veröffentlicht wurde, hat eine erhebliche Stigmatisierung hervorgehoben und die Schwierigkeiten dargelegt, die von Patienten mit sichtbaren Dermatosen in den sozialen Netzwerken beschrieben wurden. Soziale Ängste aufgrund unvorhersehbarer Hautrötungen veranlassen Patienten zu einer Veränderung ihrer Aktivitäten, um unangenehmen Situationen aus dem Weg zu gehen. Im Zusammenhang mit Rosacea ist häufig von einem „therapeutischen Umherirren“ die Rede.

Über das ALL Projekt, der weltweit größten internationalen Dermatologie-Datenbank

Ziel des Ende 2022 mithilfe der Firma EMMA gestarteten ALL Projekts ist die Erfassung von Daten zu sämtlichen Hauttypen (ALL Skins), Hautkrankheiten (ALL Dermatoses) und Fitzpatrick-Hauttypen (ALL Colors), um die weltweit größte private, internationale Datenbank anzulegen. Insgesamt haben in dieser Studie 50.552 Personen aus einer Population von Erwachsenen in 20 Ländern (in denen 50% der Weltbevölkerung leben) auf 5 Kontinenten 65 Fragen beantwortet.

Mehr als ein Drittel der Menschheit leidet an einer Hautkrankheit und trotzdem betrachten die für den Gesundheitsschutz und die Prävention zuständigen Behörden die Dermatologie nicht als eine gesundheitspolitische Priorität. Die ALL Studie zielt darauf ab, eine weltweite Bestandsaufnahme der Prävalenz der wichtigsten Hauterkrankungen bereitzustellen, um alle Akteure für dieses Thema zu sensibilisieren. Patienten mit dermatologischen Erkrankungen müssen besser betreut werden und daher ist es wichtig, die Behörden von der Bedeutung von Dermatosen in Präventionsprogrammen zu überzeugen. Schwerpunktthemen waren die Prävalenz und die Auswirkung von Pathologien, aber auch Verhaltensweisen, Behandlungspfade und die Bedürfnisse von Patienten mit einer oder mehreren Dermatosen, darunter atopische Dermatitis, Psoriasis, Akne, Rosacea oder auch Vitiligo.

Die ALL Datenbank wird von 2023 bis 2027 mit einer geplanten Analyse der Ergebnisse aufgebaut. 3,3 Millionen Daten werden das Identifizieren wichtiger Informationen für ein besseres Verständnis der Patientenerfahrung ermöglichen. Diese Daten werden mit Dermatologen
ebenso wie mit Patientenorganisationen geteilt und unterstützen das Plädoyer für die Anerkennung von Hautkrankheiten.
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Über die Laboratoires Pierre Fabre 


Die Laboratoires Pierre Fabre sind das weltweit zweitgrößte Dermokosmetik-Unternehmen und der zweitgrößte private Pharmakonzern Frankreichs. Zum Portfolio des Unternehmens zählen verschiedene medizinische Lizenzprodukte und globale Marken wie Pierre Fabre Oncologie, Pierre Fabre Dermatologie,  Eau Thermale Avène, Ducray, A-Derma,  Klorane,  René Furterer,  Même Cosmetics , Naturactive , Elgydium, Inava und Arthrodont.

Im Jahr 2023 erwirtschaftete Pierre Fabre einen Umsatz von 2,83 Milliarden Euro, wovon 70% auf das internationale Geschäft in 120 Ländern entfielen. Gleichzeitig hat das Unternehmen 190 Mio.€ in die Forschung und Entwicklung investiert, die Hälfte davon in zielgerichtete Therapien in der Onkologie. 

Das Unternehmen, das seit seiner Gründung in Okzitanien ansässig ist und über 90% seiner Produkte in Frankreich herstellt, beschäftigt weltweit rund 10.000 Mitarbeitende. 

Die Laboratoires Pierre Fabre befinden sich zu 86% im Besitz der Fondation Pierre Fabre, einer staatlich anerkannten gemeinnützigen Stiftung, und zu einem kleineren Teil über ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm im Besitz der Mitarbeitenden. Der CSR-Ansatz der Gruppe wurde von der unabhängigen Zertifizierungsstelle AFNOR Certification bewertet und mit Bezug auf die gesellschaftliche Verantwortung als „vorbildlich“ eingestuft (ISO-Norm 26 000 für die nachhaltige Entwicklung).

Weitere Informationen besuchen Sie uns unter: www.pierre-fabre.com, @PierreFabre.

 

Referenzen:

  1. https://www.jaad.org/article/S0190-9622(24)00002-1/pdf
  2. Bei der ALL Studie wurden mehr als 50.000 Personen aus einer Population von Erwachsenen in 20 Ländern (in denen 50% der Weltbevölkerung leben) auf 5 Kontinenten befragt.
  3. Ostasien: China, Südkorea, Japan.

Pressekontakt

Anne Kerveillant

anne.kerveillant@pierre-fabre.com 

+33 620 88 54 57