Pressemitteilung

Eine in 7 Ländern durchgeführte SAFE-Studie hat gezeigt, dass die Empfehlungen zum Sonnenschutz nicht ausreichend befolgt werden

13. Mai 2022

Der Mai ist der Monat der Sensibilisierung und Prävention im Rahmen der Krebsvorsorge
EADV Spring Symposium vom 12. bis zum 14. Mai 2022.

Pierre Fabre setzt sein Engagement im Kampf gegen Hautkrebs fort: Eine in 7 Ländern durchgeführte SAFE-Studie hat gezeigt, dass die Empfehlungen zum Sonnenschutz nicht ausreichend befolgt werden.

  • Lediglich 32,7 % aller Kinder und 13,1 % aller Erwachsenen haben in den heißesten Stunden des Tages einen angemessenen Sonnenschutz erhalten.
  • Nicht einmal jedes 5. Kind (18,5 %) hat in der Zeit mit der gefährlichsten Sonneneinstrahlung  zwischen 11 und 17 Uhr von der Anwendung eines Sonnenschutzes profitiert.

Castres, Frankreich, den 11. Mai 2022 – Anlässlich des EADV Spring Symposiums, das vom 12. bis 14. Mai in Slowenien stattfindet, präsentiert die Abteilung Patient Centricity Pierre Fabre eine Kommunikation zur SAFE-Studie (Sunscreen Assessment Family Experience). Diese Umfrage über die Gewohnheiten und die Dauer des Aufenthalts in der Sonne und den Sonnenschutz von Kindern und Erwachsenen wurde während der Sommersaison im August 2021 in Frankreich, Deutschland, Spanien, Italien und den USA und im Januar 2022 in Brasilien und Australien durchgeführt.

50 bis 80 % der kumulativen UV-Exposition entfällt auf die frühe Kindheit und ist die Hauptursache der meisten Hautkrebserkrankungen2. Im Monat der Sensibilisierung für die Früherkennung von Hautkrebs werden kontinuierlich Kampagnen zur Prävention von Hautkrebs ausgestrahlt, die über die Gefahren der UV-Strahlung zwischen 11 und 17 Uhr aufklären, das Auftragen einer Sonnencreme alle zwei Stunden oder auch das Tragen spezifischer Kleidung empfehlen. Doch ist das ausreichend? Werden die Vorsorgehinweise auch tatsächlich verstanden und befolgt? Das wollten wir mit unserer Befragung von mehr als 8000 Erwachsenen herausfinden.

Dr. Ariadna Ortiz Brugués
Ärztliche Leitung der Laboratoires dermatologiques Avène

1. Feststellung: Die Bedeutung des Sonnenschutzes wird nicht immer verstanden

Einige Themen sind weiterhin unbekannt und irrtümliche Vorstellungen bleiben hartnäckig bestehen…

  • 45 % der Befragten wissen nicht, dass die UV-B-Strahlung Sonnenbrand verursacht
  • 27 % der Befragten wissen nicht, dass die UV-A-Strahlung tiefer in die Haut eindringt und die Hautalterung beschleunigt
  • 67 % wissen nicht, dass die chemischen Filter UV-Strahlen absorbieren und 21,7 % glauben, dass Wolken vor der Sonnenstrahlung schützen
  • 11,6 % denken, dass gebräunte Haut keinen Sonnenschutz mehr benötigt

2. Feststellung: Sonnenexposition von Kindern: Die Empfehlungen finden keine Beachtung

Seit über 30 Jahren führen Gesundheitsbehörden Präventionskampagnen durch und wiederholen die immer gleichen Ratschläge: „Keine Sonnenexposition zwischen 11 und 17 Uhr“, „Alle zwei Stunden Sonnencreme auftragen“ …  Diese Ratschläge werden von den meisten Personen nicht beachtet, und Kinder stehen dabei in vorderster Reihe:

  • 98 % aller Kinder wurden der Sonne ausgesetzt, 70 % von ihnen zwischen 11 und 17 Uhr, also in den heißesten Stunden des Tages. 

Bei den Erwachsenen…

è Hier zeigt sich, dass die Sonnenexposition in den heißesten Stunden des Tages bei jungen Menschen zwischen 18 und 34 Jahren (88 % der Fälle) besonders häufig zu beobachten ist, während es bei den über 55-Jährigen und noch Älteren nur 70,1 % sind. 

3. Feststellung: Sonnenschutz: Kinder und Erwachsene werden nicht wirksam vor der Sonne geschützt

Bei den Kindern…

  • Auch wenn 64 % aller Kinder beim Verlassen des Hauses unabhängig von der Sonneneinstrahlung bei ihren täglichen Aktivitäten geschützt sind, ist dieser Schutz lediglich bei 32,7 % aller Kinder ausreichend.
  • Nicht einmal jedes 5. Kind (18,5 %) hat an sonnigen Tagen alle zwei Stunden Sonnencreme aufgetragen und lediglich 10 % bei bewölktem Himmel.
  • Ganze 31,9 % der Kinder hat wenigstens einmal während des Sommers einen Sonnenbrand bekommen und die durchschnittliche Anzahl von Sonnenbränden lag bei 2.

Bei den Erwachsenen…

  • Ledigich 13,1 % der Erwachsenen geben an, dass sie das Auftragen von Sonnenschutzcreme bei intensiver Sonnenexposition alle 2 Stunden wiederholen …
  • 66,9 % meinten sich zu erinnern, dass sich ihre Eltern nur wenig oder überhaupt nicht um den Sonnenschutz gekümmert haben. Diese Zahl beträgt 66,7 % bei Eltern und 81,6 % bei Großeltern! 
  • Jeder Zweite hat erklärt, (59,1 %), dass er den Sonnenschutz vom Vorjahr weiterverwendet.
  • 52,5 % aller Eltern haben das Gefühl, die sie bei ihren Kindern mehr auf den Sonnenschutz achten als ihre Eltern dies bei ihnen getan hätten.

4. Feststellung: Das Verhalten bei der Verwendung von Sonnencreme: Kinder sind „seriöser“ als ihre Eltern

In 47 % aller Fälle haben Kinder den Wunsch zum Ausdruck gebracht, selber den Sonnenschutz aufzutragen (49 % aller Kinder über 6 Jahren). Diese Tendenz konnte in allen Ländern beobachtet werden: 41 % in Frankreich oder Italien, 45,6 % in Deutschland, 51,6 % in Spanien und 54 % in den USA.
In 70 % aller Fälle haben die Kinder erkannt, wie wichtig ein Sonnenschutz ist (von 63 % in Italien bis 75 % in Frankreich).

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Die oben genannten Ergebnisse zeigen, dass Gesundheitsfachkräfte, insbesondere Apotheker, beim Sonnenschutz und bei der Prävention von Hautkrebs eine entscheidende Rolle spielen. Trotz der seit über 30 Jahren geführten Sonnenschutz- und Präventionskampagnen werden die Empfehlungen von den meisten Personen weiterhin nicht befolgt. 

Zwei Drittel der befragten Personen (Eltern und Großeltern) geben zu, dass sie ihre Kinder zwischen 11 und 17 Uhr der Sonne aussetzen, und lediglich 31 % der Kinder sind bei direkter Sonnenexposition geschützt. Daher ist es wichtig, die Präventionskampagnen zu wiederholen und die Menschen weiterhin zu informieren.

Dass sich jedes zweite Kind wünscht, die Sonnencreme selber aufzutragen und 2/3 aller Kinder offenbar die Bedeutung eines Sonnenschutzes verstanden hat, lässt auf ein höheres Bewusstsein der jungen Generationen in Bezug auf den notwendigen Sonnenschutz hoffen.

 

Über Pierre Fabre

Pierre Fabre ist das zweitgrößte Dermo-Kosmetik-Labor der Welt, der zweitgrößte private französische Pharmakonzern und zugleich Marktführer in Frankreich im Bereich rezeptfreier Apotheken-Produkte. Zum Portfolio des Unternehmens zählen verschiedene medizinische Lizenzprodukte und globale Marken wie Pierre Fabre Oncology, Pierre Fabre Dermatologie, Eau Thermale Avène, Klorane, Ducray, René Furterer, A-Derma, Naturactive und Pierre Fabre Oral Care.

Im Jahr 2021 erwirtschaftete Pierre Fabre einen Umsatz von 2,5 Milliarden Euro, wovon 66 % auf das internationale Geschäft entfielen. Der Konzern, der seit seiner Gründung im Südwesten Frankreichs ansässig ist und über 95 % seiner Produkte in Frankreich herstellt, beschäftigt weltweit rund 9500 Mitarbeitende. Seine Produkte werden in mehr als 115 Ländern vertrieben.

Pierre Fabre befindet sich zu 86 % im Besitz der Fondation Pierre Fabre, einer staatlich anerkannten gemeinnützigen Stiftung, und zu einem kleineren Teil über ein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm im Besitz der Mitarbeitenden. Seit 2019 bewertet die unabhängige Zertifizierungsgesellschaft Ecocert Environnement den CSR-Ansatz der Gruppe nach dem Leitfaden ISO 26000 und hat die Einstufung als „Exzellent“ 2021 bestätigt.

Weitere Informationen erhalten Sie auf unserer Website www.pierre-fabre.com, @PierreFabre

 

Quellen:

  1. Wir haben insgesamt 8120 erziehungsberechtigte Erwachsene (6662 Eltern und 1458 Großeltern) befragt. Die Studie wurde von EMMA, Frankreich, einem Mitglied der ESOMAR durchgeführt. Das Unternehmen respektiert die ethische Praktiken des ESOMAR-Kodex.
  2. Stern RS, Weinstein MC, Baker SG. Risk reduction for nonmelanoma skin cancer with childhood sunscreen use. Arch Dermatol 1986 ; 122 : 537-45